Supervision: Subvision verbessern

Mit den Tags ‘Konzept’ versehene Einträge

.com mir nicht damit!

16. Juli, 2009 · 3 Kommentare

Mir war so, als hätte ich es irgendwann schon erwähnt. Ein „Off“-“Kunst“-“Festival“, das unter einer .com Domain firmiert? Hallooo? Immer noch?

Da zeigt sich dann, wieviel das wohl eher an Profilierung interessierte Subvision.Organisatorium mit „Off“ am Hut hat.

Liebe Subvisionsoffizielle, bitte ehrlich sein! „.com“ oder „Off“?

Kategorien: Offizielles · Programm
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Was ist eigentlich „off“?

25. April, 2008 · 1 Kommentar

- Eine Frage mit der sich die Hamburger freien Kunstorte und -initiativen schon bei ihrem ersten „WIR SIND WOANDERS„-Symposium im Herbst 2006 beschäftigten. Eingeladen waren verschiedene Experten, die sich unter anderem sehr sorgfältig mit dem Begriff „off“ auseinandergesetzt haben. Dokumentiert ist das Symposium im „Reader„. Tim Voss, heute Subvision-Kurator, war damals nicht unwesentlich – als Koordinator – beim Symposium beteiligt. Und man kann – und sollte davon ausgehen, dass die anderen Subvision-Organisatoren diesen Reader sorgfältig gelesen haben. Denn ohne falsche Bescheidenheit kann man sagen, dass der Reader, was die Zusammenstellung von Positionen zum Off-Begriff in einer Publikation angeht – momentan sicherlich einzigartig ist.

Bei aller Rücksicht auf die im Reader geäußerten recht unterschiedlichen Positionen, kann doch pauschal zusammengefasst werden: „Off“ lässt sich kaum eindeutig definieren. Unterstellend, dass der Reader bei Subvision bekannt ist, fragt man sich: Warum führt das „Kunst. Festival.“ „Off“ im Untertitel??? Auf welchen Off-Begriff berufen sich die Veranstalter?

Ich vermute mal: Es ist ihnen egal. „Off“ fungiert bei Subvision bloß als vermarktbares Abziehbild, als Hülle, die jeder Besucher beinahe beliebig füllen kann: Off ist dreckig unbekannt naiv trendy experimentell jung schräg unvorhersehbar neu subversiv trashig gefährlich unzugänglich clever spannend komplex unfertig bombastisch schön ungewohnt unkommerziell hässlich provokant trendy harmlos aufstrebend bezahlbar hermetisch ausbaufähig abgebrüht kaputt cool undurchschaubar offen erfrischend zäh anregend größenwahnsinnig konsequent unvollendet wild lahm…

… und so kann das praktisch endlos weitergehen.

Kategorien: Programm
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Second Life

24. April, 2008 · Kommentar schreiben

Ist Subvision eigentlich schon bei Second Life?

Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich noch dazuschreiben: „Das war eine Frage aus der Kategorie scheiternde Projekte.“

Kategorien: Peripherie
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On-Off

23. April, 2008 · 1 Kommentar

Der Name sagt’s schon:

SubvisiON – nicht SubvisiOFF

Kategorien: Pläne
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Subversion von oben

19. April, 2008 · 1 Kommentar

Von verschiedenen Personen aus dem Subvision-Organisatoren-Umfeld gab es Äußerungen zum Verhältnis der Form von Subvision (als sehr konventionell organisierte und durchgeführte Ausstellung) und dem Ausstellungsgegenstand „Offkunst“ (charakterisierbar als unabhängig, hierarchiearm, selbstorganisiert, oft politisch agierend etc.). Es sei spannend, zu beobachten, wie die Künstler(gruppen) auf die Subvision-Strukturen reagieren, es ergäben sich interessante Reibungsflächen zwischen Organisationsrahmen und Arbeits-Selbstverständnis der Off-Gruppen.

Ich vermute – oder unterstelle – dass Personen, die so denken und die Subvision von als Experimentierfeld sehen und auf das große Aufbegehren der Offkunst spekulieren, um ein bisschen Action und Knallefekte zu Gesicht zu bekommen, sich für subversiv halten. Sie hoffen – wenn meine Unterstellung zutrifft – mit Subvision ein Setting zur Verfügung zu haben, das die Offkunst reizt, gewohnt kritisch, kreativ und subversiv mit den gegebenen, den vor-gesetzten Subvision-Strukturen umzugehen. Nicht schwer auszumalen, dass genau dies – wie in einer Selffulfilling Prophecy – passieren kann. Die scheinbar subversive Leistung wäre also, die Offgruppen derart zu reizen, dass sie statt brav-inhärent ihre Ausstellungspflichten zu erfüllen, die Grenzen oder die gegebenen Strukturen des Projektes kreativ ausloten.

Subversiv ist diese Haltung jedoch keineswegs. Im Gegenteil, sie bestätigt und festigt die gegebenen – meinetwegen auch „herrschenden“ – Strukturen, stellt nichts wesentliches in Frage, bewegt sich innerhalb des Systems. – Etwa, wenn – wie zu erwarten ist – nachträglich das ungeheure Expertentum hervorgekehrt wird, mit dem es gelungen ist, die wirklich wahre Offkunst im kreativen Grenzübertritt gezeigt (vorgeführt!) zu haben.

Kategorien: Pläne
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Die Freiheit der Kunstvermittlung (?)

18. April, 2008 · Kommentar schreiben

Zuständig für die Kunstvermittlung bei Subvision ist Michael Lingner, Professor an der HfbK. Studierende sollen Vermittlungskonzepte entwickeln und später in der Ausstellung real umsetzen (gegen Bezahlung – das war wohl ursprünglich nicht vorgesehen…). Dazu bietet Michael Lingner im Sommersemester 2008 zwei Veranstaltungen an der HfbK an: Ein Theorie-Seminar und einen Praxis-Workshop. Titel (in beiden Fällen): „Kunstvermittlung als künstlerische Aufgabe?“

Diese künstlerische und möglichst wenig theoretisch-akademische, volkshochschulmäßig erklärende Herangehensweise an die Kunstvermittlung ist mit Sicherheit spannender und interessanter als trockene kunsthistorische Führungen durch die Ausstellung. Ich hoffe, dass die künstlerische Leitung von Subvision der „künstlerischen“ Kunstvermittlung absolute künstlerische Freiheit gewährt – damit auch Kritik an und Kontexte von Subvision frei thematisiert werden können.

Kategorien: Offizielles · Programm
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Scout

16. April, 2008 · Kommentar schreiben

… hieß mein erster Schulranzen, „Scouts“ sind im Dienste der Subvision-Organisatoren auf der Suche nach Pfaden im Off-Dschungel – in der Hoffnung, Künstlerinitiativen, -gruppen usw. zu finden, die im Rahmen des Subvision-“Festivals“ im Sommer in der Hafencity aus-gestellt werden können/wollen (nebenbei: Dieses Konzept der Künstlergruppen-Ausstellung – also der Ausstellung von Menschen als Exponate – erinnert übel an die dunklen Kapitel von Hagenbeck. Als eine sehr spezielle Form von Neo-Kolonialismus könnte man den institutionellen Übergriff von Subvision auf die so genannte Off-Kunst auch bezeichnen). Bei der Betrachtung der Liste der Scouts, auf die ich kürzlich schon hinwies, fällt die hohe Zahl institutioneller Vertreter/innen auf. Das ganz originelle, wirkliche, neue, echte „Off“ wird man mit diesen Scouts vermutlich nur schwer finden. Das ganze Konstrukt aus Konzept, künstlerischer Leitung, Kuratoren, Scouts und Künstlergruppen scheint eher eine große Profilierungsmaschinerie zu sein.

Kategorien: Pläne
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demnächst _noch_ mehr

14. April, 2008 · 1 Kommentar

Wie gerade eben erst bemerkt, ist – wohl schon seit einigen Tagen – die „demnächst mehr“-Meldung von der offiziellen Subvision-Webseite verschwunden und durch erste echte Inhalte ersetzt worden (der Webredaktion sei – nebenbei bemerkt – sorgfältigeres Korrekturlesen vor Veröffentlichung der Artikel empfohlen). Am interessantesten im Moment: Die Liste der so genannten Scouts, die die einzuladenden Künstlergruppen international aufspüren soll(t)en.

Ursprünglich sollte die Top-Level-Domain der Subvision-Website nach meinen Informationen „.com“ (steht eigentlich für kommerzielle Webseiten) lauten – mittlerweile wird von der „.com“-Version auf die „.de“-Seite umgeleitet. Da hat man sich wohl gerade noch besonnen, dass es – sagen wir mal: – komisch wirken könnte, wenn man nichtkommerziell bzw. selbstorganisiert arbeitende Künstlergruppen einladen will und sich im Internetangebot gleichzeitig als „kommerziell“ präsentiert. – Nur eine von vielen Unschärfen in der Konzeption…

Kategorien: Offizielles
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