Zuständig für die Kunstvermittlung bei Subvision ist Michael Lingner, Professor an der HfbK. Studierende sollen Vermittlungskonzepte entwickeln und später in der Ausstellung real umsetzen (gegen Bezahlung – das war wohl ursprünglich nicht vorgesehen…). Dazu bietet Michael Lingner im Sommersemester 2008 zwei Veranstaltungen an der HfbK an: Ein Theorie-Seminar und einen Praxis-Workshop. Titel (in beiden Fällen): „Kunstvermittlung als künstlerische Aufgabe?“
Diese künstlerische und möglichst wenig theoretisch-akademische, volkshochschulmäßig erklärende Herangehensweise an die Kunstvermittlung ist mit Sicherheit spannender und interessanter als trockene kunsthistorische Führungen durch die Ausstellung. Ich hoffe, dass die künstlerische Leitung von Subvision der „künstlerischen“ Kunstvermittlung absolute künstlerische Freiheit gewährt – damit auch Kritik an und Kontexte von Subvision frei thematisiert werden können.
Mit WordPress als CMS zu arbeiten, beinhaltet viele Vorteile – wie Flexibilität, schnelle und leichte Umsetzbarkeit und bereits vorhandene (oder unkompliziert umsetzbare) Integration diverser Applikationen, Funktionen und Tools. Andererseits gibt es auch Beschränkungen – vor allem in Struktur und visueller Gestaltbarkeit.
Größtes Manko aus meiner Sicht ist die Unübersichtlichkeit von www.subvision-hamburg.com – Es gibt die Parallelstrukturen von Rubriken (im WordPress-Jargon „Seiten“) und den so genannten „Themen“. Daneben gibt es eine weitere Parallelexistenz von „aktuellen Informationen“ und „aktuellen Beiträgen“. Das ganze in einer Anordnung aus oben zunächst zwei Hauptspalten, weiter unten dann einer Hauptspalte und zwei Nebenspalten, es verwirrt mich als Nutzer.
Ich bin kein Grafik-Fachmann, aber die Integration des Logos in den Seitenkopf und die Kombination aus Logo-Schriftart sowie Titel- und Fließtextschriftarten erscheint mir ebenfalls etwas „kuddelmuddelig“. Viel zu viel Raum nehmen für meinen Geschmack die Logos der Organisatoren und Förderer/Unterstützer im Fuß der Startseite ein (wobei „Fuß“ in diesem Fall eine gehörige Untertreibung ist). Wenn ich mir jetzt mehr grafische Elemente für die Startseite wünsche, meine ich damit ausdrücklich nicht den Logo-Block, sondern die Textwüste darüber.
Inhaltlich scheint es momentan darum zu gehen, möglichst kontinuierlich neue „aktuelle Beiträge“ zu liefern. Wenn ein „aktueller Beitrag“ alleine daraus besteht – wie heute – für demnächst einen tatsächlichen Beitrag anzukündigen, wirkt es ein wenig nach etwas leerlaufendem Aktionismus (SEO, ick hör’ dir trapsen). „Echte“ Inhalte zu erstellen, kostet Zeit und Arbeit – die knapp ist, wenn man bedenkt, dass allein für die Webredaktion noch einige weitere Arbeiten anfallen (werden) – etwa das Moderieren der Kommentare oder das Füttern des Twitter-Feeds (uups, habe ich jetzt was verraten??). Nicht leicht, bei dem Arbeitsvolumen, das bei Subvision ansteht.
Und zum Schluss: Sehr lobenswert ist das rss-Feed.
Wie gerade eben erst bemerkt, ist – wohl schon seit einigen Tagen – die „demnächst mehr“-Meldung von der offiziellen Subvision-Webseite verschwunden und durch erste echte Inhalte ersetzt worden (der Webredaktion sei – nebenbei bemerkt – sorgfältigeres Korrekturlesen vor Veröffentlichung der Artikel empfohlen). Am interessantesten im Moment: Die Liste der so genannten Scouts, die die einzuladenden Künstlergruppen international aufspüren soll(t)en.
Ursprünglich sollte die Top-Level-Domain der Subvision-Website nach meinen Informationen „.com“ (steht eigentlich für kommerzielle Webseiten) lauten – mittlerweile wird von der „.com“-Version auf die „.de“-Seite umgeleitet. Da hat man sich wohl gerade noch besonnen, dass es – sagen wir mal: – komisch wirken könnte, wenn man nichtkommerziell bzw. selbstorganisiert arbeitende Künstlergruppen einladen will und sich im Internetangebot gleichzeitig als „kommerziell“ präsentiert. – Nur eine von vielen Unschärfen in der Konzeption…
Unter Federführung der Hafencity GmbH und der Hamburgischen Kulurstiftung findet auch in diesem Jahr in der Hamburger Hafencity wieder „Kunst und Kultur in der Hafencity“ statt. Eins der drei in diesem Jahr geförderten Projekte ist „Subvision“.
Auf einer Pressekonferenz Anfang Februar 08 stellte Martin Köttering, „künstlerischer Leiter“ von Subvision und (umstrittener) Präsident der Hamburger Hochschule für bildende Künste, das Projekt öffentlich vor.
Auf YouTube habe ich einen Videomitschnitt davon gefunden: