Supervision: Subvision verbessern

Was ist eigentlich “off”?

25. April, 2008 · Keine Kommentare

- Eine Frage mit der sich die Hamburger freien Kunstorte und -initiativen schon bei ihrem ersten “WIR SIND WOANDERS“-Symposium im Herbst 2006 beschäftigten. Eingeladen waren verschiedene Experten, die sich unter anderem sehr sorgfältig mit dem Begriff “off” auseinandergesetzt haben. Dokumentiert ist das Symposium im “Reader“. Tim Voss, heute Subvision-Kurator, war damals nicht unwesentlich - als Koordinator - beim Symposium beteiligt. Und man kann - und sollte davon ausgehen, dass die anderen Subvision-Organisatoren diesen Reader sorgfältig gelesen haben. Denn ohne falsche Bescheidenheit kann man sagen, dass der Reader, was die Zusammenstellung von Positionen zum Off-Begriff in einer Publikation angeht - momentan sicherlich einzigartig ist.

Bei aller Rücksicht auf die im Reader geäußerten recht unterschiedlichen Positionen, kann doch pauschal zusammengefasst werden: “Off” lässt sich kaum eindeutig definieren. Unterstellend, dass der Reader bei Subvision bekannt ist, fragt man sich: Warum führt das “Kunst. Festival.” “Off” im Untertitel??? Auf welchen Off-Begriff berufen sich die Veranstalter?

Ich vermute mal: Es ist ihnen egal. “Off” fungiert bei Subvision bloß als vermarktbares Abziehbild, als Hülle, die jeder Besucher beinahe beliebig füllen kann: Off ist dreckig unbekannt naiv trendy experimentell jung schräg unvorhersehbar neu subversiv trashig gefährlich unzugänglich clever spannend komplex unfertig bombastisch schön ungewohnt unkommerziell hässlich provokant trendy harmlos aufstrebend bezahlbar hermetisch ausbaufähig abgebrüht kaputt cool undurchschaubar offen erfrischend zäh anregend größenwahnsinnig konsequent unvollendet wild lahm…

… und so kann das praktisch endlos weitergehen.

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Second Life

24. April, 2008 · Keine Kommentare

Ist Subvision eigentlich schon bei Second Life?

Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich noch dazuschreiben: “Das war eine Frage aus der Kategorie scheiternde Projekte.”

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On-Off

23. April, 2008 · 1 Kommentar

Der Name sagt’s schon:

SubvisiON - nicht SubvisiOFF

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schwarzgrün

22. April, 2008 · Keine Kommentare

Linksammlung zum Hamburger schwarzgrünen Koalitionsvertrag - zu Kunst und Offkunst sieht es sehr mager aus, was in dem Vertrag steht:

Subvision liegt voll im Trend, bei dem was Schwarzgrün kulturmäßig so vorhaben in den nächsten Jahren: Ver-Kulturwirtschaftisierung und Ver-Richard-Floridaisierung, mehr Hülle als Inhalt, oberstes Ziel Vermarktbarkeit der Kultur im Sinne des Stadtmarketings.

Immerhin, ein wenig scheint die kulturpolitische Lobbyarbeit von WIR SIND WOANDERS gebracht zu haben:

Für die unbürokratische Förderung von kulturellen Off-Projekten aller Sparten wird werden (sic!) gesonderte Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Auch wenn’s mit dem Korrekturlesen in der Hektik und Vorfreude aufs Regieren nicht mehr ganz geklappt hat: Dieser eine Satz zur Offkunst im Koalitionsvertrag hat - zumindest auch - einige Wurzeln im Politikergespräch zum Abschluss von WIR SIND WOANDERS #2, so wage ich zu behaupten.

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Präsidentensuite

21. April, 2008 · Keine Kommentare

Praesidialbüro

Wand neben dem Präsidialbüro der Hamburger Hochschule für Bildende Künste

Ich bin sowas von Off…

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Was bedeutet eigentlich “Subvision”?

20. April, 2008 · 1 Kommentar

Der Duden sagt:

sub…: unter…

Vision: Erscheinung, Traumbild, Zukunftsentwurf.

Also Subvision: Untererscheinung????

Oder ist’s ein Akronym?

Zum Beispiel:

Scheint unglaublich borniert, vereinnahmt “independent” seiende Offkunst nur.

Schrill und bunt - vermutlich ist’s sogar intendiert, oder nicht?

Wer schlägt was besseres vor? - Antworten bitte unten in den Kommentaren.

Zu gewinnen gibt’s einen kostenlosen Besuch in einem echten Hamburger Off-Kunstraum (Rechtsweg ausgeschlossen, den Gewinner ermittelt der Autor dieses Blogs nach gutdünken zu einem Zeitpunkt wann es ihm geboten erscheint).

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Subversion von oben

19. April, 2008 · Keine Kommentare

Von verschiedenen Personen aus dem Subvision-Organisatoren-Umfeld gab es Äußerungen zum Verhältnis der Form von Subvision (als sehr konventionell organisierte und durchgeführte Ausstellung) und dem Ausstellungsgegenstand “Offkunst” (charakterisierbar als unabhängig, hierarchiearm, selbstorganisiert, oft politisch agierend etc.). Es sei spannend, zu beobachten, wie die Künstler(gruppen) auf die Subvision-Strukturen reagieren, es ergäben sich interessante Reibungsflächen zwischen Organisationsrahmen und Arbeits-Selbstverständnis der Off-Gruppen.

Ich vermute - oder unterstelle - dass Personen, die so denken und die Subvision von als Experimentierfeld sehen und auf das große Aufbegehren der Offkunst spekulieren, um ein bisschen Action und Knallefekte zu Gesicht zu bekommen, sich für subversiv halten. Sie hoffen - wenn meine Unterstellung zutrifft - mit Subvision ein Setting zur Verfügung zu haben, das die Offkunst reizt, gewohnt kritisch, kreativ und subversiv mit den gegebenen, den vor-gesetzten Subvision-Strukturen umzugehen. Nicht schwer auszumalen, dass genau dies - wie in einer Selffulfilling Prophecy - passieren kann. Die scheinbar subversive Leistung wäre also, die Offgruppen derart zu reizen, dass sie statt brav-inhärent ihre Ausstellungspflichten zu erfüllen, die Grenzen oder die gegebenen Strukturen des Projektes kreativ ausloten.

Subversiv ist diese Haltung jedoch keineswegs. Im Gegenteil, sie bestätigt und festigt die gegebenen - meinetwegen auch “herrschenden” - Strukturen, stellt nichts wesentliches in Frage, bewegt sich innerhalb des Systems. - Etwa, wenn - wie zu erwarten ist - nachträglich das ungeheure Expertentum hervorgekehrt wird, mit dem es gelungen ist, die wirklich wahre Offkunst im kreativen Grenzübertritt gezeigt (vorgeführt!) zu haben.

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Hubertus Gaßner kämpft

18. April, 2008 · Keine Kommentare

Heute im Abendblatt-Interview: Hubertus Gaßner - als Kunsthallen-Leiter Mitveranstalter von Subvision.

Wenn man es langfristig betrachtet, kann man sagen, dass das Museum mit der bürgerlichen Gesellschaft existiert, auch wenn es in den Residenzen frühere Gründungen gab. Aber im Wesentlichen sind Museen Gründungen bürgerlicher Nationalstaaten. Wenn man beobachtet, wie der Nationalstaat nach und nach verschwindet und sich das Bürgertum transformiert, dann kann man darüber spekulieren, ob das Museum in seiner ursprünglichen Funktion der Repräsentation bürgerlicher Kultur und Gesellschaft noch auf Dauer Bestand haben wird. Für mich wäre das ein höchst bedauerlicher Fall, ich begrüße das nicht, sondern kämpfe dagegen.

Er kämpft wogegen genau? dagegen, dass “das Museum in seiner ursprünglichen Funktion der Repräsentation bürgerlicher Kultur und Gesellschaft noch auf Dauer Bestand haben wird”???

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Die Freiheit der Kunstvermittlung (?)

18. April, 2008 · Keine Kommentare

Zuständig für die Kunstvermittlung bei Subvision ist Michael Lingner, Professor an der HfbK. Studierende sollen Vermittlungskonzepte entwickeln und später in der Ausstellung real umsetzen (gegen Bezahlung - das war wohl ursprünglich nicht vorgesehen…). Dazu bietet Michael Lingner im Sommersemester 2008 zwei Veranstaltungen an der HfbK an: Ein Theorie-Seminar und einen Praxis-Workshop. Titel (in beiden Fällen): “Kunstvermittlung als künstlerische Aufgabe?”

Diese künstlerische und möglichst wenig theoretisch-akademische, volkshochschulmäßig erklärende Herangehensweise an die Kunstvermittlung ist mit Sicherheit spannender und interessanter als trockene kunsthistorische Führungen durch die Ausstellung. Ich hoffe, dass die künstlerische Leitung von Subvision der “künstlerischen” Kunstvermittlung absolute künstlerische Freiheit gewährt - damit auch Kritik an und Kontexte von Subvision frei thematisiert werden können.

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Kurzkritik der Subvision-Webseite

17. April, 2008 · Keine Kommentare

Mit WordPress als CMS zu arbeiten, beinhaltet viele Vorteile - wie Flexibilität, schnelle und leichte Umsetzbarkeit und bereits vorhandene (oder unkompliziert umsetzbare) Integration diverser Applikationen, Funktionen und Tools. Andererseits gibt es auch Beschränkungen - vor allem in Struktur und visueller Gestaltbarkeit.

Größtes Manko aus meiner Sicht ist die Unübersichtlichkeit von www.subvision-hamburg.com - Es gibt die Parallelstrukturen von Rubriken (im WordPress-Jargon “Seiten”) und den so genannten “Themen”. Daneben gibt es eine weitere Parallelexistenz von “aktuellen Informationen” und “aktuellen Beiträgen”. Das ganze in einer Anordnung aus oben zunächst zwei Hauptspalten, weiter unten dann einer Hauptspalte und zwei Nebenspalten, es verwirrt mich als Nutzer.

Ich bin kein Grafik-Fachmann, aber die Integration des Logos in den Seitenkopf und die Kombination aus Logo-Schriftart sowie Titel- und Fließtextschriftarten erscheint mir ebenfalls etwas “kuddelmuddelig”. Viel zu viel Raum nehmen für meinen Geschmack die Logos der Organisatoren und Förderer/Unterstützer im Fuß der Startseite ein (wobei “Fuß” in diesem Fall eine gehörige Untertreibung ist). Wenn ich mir jetzt mehr grafische Elemente für die Startseite wünsche, meine ich damit ausdrücklich nicht den Logo-Block, sondern die Textwüste darüber.

Inhaltlich scheint es momentan darum zu gehen, möglichst kontinuierlich neue “aktuelle Beiträge” zu liefern. Wenn ein “aktueller Beitrag” alleine daraus besteht - wie heute - für demnächst einen tatsächlichen Beitrag anzukündigen, wirkt es ein wenig nach etwas leerlaufendem Aktionismus (SEO, ick hör’ dir trapsen). “Echte” Inhalte zu erstellen, kostet Zeit und Arbeit - die knapp ist, wenn man bedenkt, dass allein für die Webredaktion noch einige weitere Arbeiten anfallen (werden) - etwa das Moderieren der Kommentare oder das Füttern des Twitter-Feeds (uups, habe ich jetzt was verraten??). Nicht leicht, bei dem Arbeitsvolumen, das bei Subvision ansteht.

Und zum Schluss: Sehr lobenswert ist das rss-Feed.

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